ÖDP: Preiserhöhung beim AVV wird Fahrgäste kosten

Scharfe Kritik übt die Kreisvorsitzende und Kreisrätin Gabi Olbrich-Krakowitzer an der beschlossenen Tariferhöhung im AVV. Gerade Abo´s würden nicht 3,9 % sondern 5 % teurer. Insbesondere in Zone 3 und 4 seien die Preissteigerungen seit 2016 exorbitant (16,11% bzw. 11,89%). Man müsse sich also nicht wundern, wenn hier aufs Auto umgestiegen werde. "Ich finde es interessant, dass auch beim AVV davon ausgegangen wird, dass die Preiserhöhung zu einem Rückgang der Fahrgastzahlen führen wird", so Olbrich-Krakowitzer, die auch Landtagsdirektkandidatin ihrer Partei im Stimmkreis A-Land-Süd ist.
 
Was wir brauchen sind mehr Fahrgäste und wesentlich weniger Individualverkehr.  Dazu bedürfe es auch neuer Konzepte, wie mehr Fahrgäste gewonnen werden können. Innovation sei für den AVV aber offensichtlich ein Fremdwort.  "Wir haben nicht nur ein Problem mit der Luftqualität wegen hoher Stickoxidbelastung, sondern der Straßenverkehr ist ein beachtlicher Emittent von CO².  Das Ziel des Klimaschutzkonzeptes das von Stadt Augsburg und den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg beschlossen wurde, werden wir krachend verfehlen", so die Prognose der ÖDP-Politikerin.  Schon bei der Diskussion der Tarifreform sei nie darüber diskutiert worden, ob man das Risiko einer Erhöhung des Defizites in Kauf nimmt um mehr Fahrgäste zu gewinnen, was unter dem Strich dann sogar zu Mehreinnahmen führen könne. "Was jetzt an Verbesserungen diskutiert wird, wie z.B. die Wochenkarte, hat die ÖDP/FDP Kreistagsfraktion von Anfang an gefordert", so Olbrich-Krakowitzer.
 
Der Freistaat bezuschusse den MVV nun mit 50 Millionen Euro, für Augsburg sei aber offensichtlich kein Geld übrig. Dafür würden wieder Millionen an Steuergelder in den Flughafen Memmingen gesteckt was zu einer absurden Situation führe die sie so beschreibt: "Wenn ich mit einer Streifenkarte von Großaitingen nach Augsburg und zurück fahre, bezahle ich künftig 10,- Euro. Eine Bekannte fliegt in den nächsten Tagen von Memmingen nach Bosnien - hin und zurück für 20,- Euro!", so Olbrich-Krakowitzer. Sollte die ÖDP in den Landtag einziehen werde sie jedenfalls alles daran setzen, dass die Mittel für den ÖPNV deutlich aufgestockt werden. Mittel seien genügend da - man müsse nur endlich das Flugbenzin besteuern.  Im Moment wird das umweltschädlichste Verkehrsmittel staatlich massiv subventioniert, während der ÖPNV um Mittel kämpfen müsse.
Olbrich-Krakowitzer: "Mit Absichtserklärungen werden wir die Erdüberhitzung nicht stoppen. Wenn wir es ernst meinen müssen wir handeln und zur Not auch ein höheres Defizit im ÖPNV akzeptieren, wenn damit die Verkehrsbelastung im Raum Augsburg gesenkt werden kann. "
 


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