Widerspruch gegen Kritik des Bauernverbandes

Die Sprecherin des Aktionskreises Augsburg-Land-Süd des Volksbegehrens, Gabi Olbrich-Krakowitzer, weist die Kritik des Bauernverbandes zurück.

Großaitingen


Die Sprecherin des Aktionskreises Augsburg-Land-Süd des Volksbegehrens, Gabi Olbrich-Krakowitzer, weist die auf der Podiumsdiskussion in Großaitingen geäußerte Kritik des Bauernverbandes scharf zurück. So hätten die Vertreter des Bauernverbands den Initiatioren des Volksbegehrens vorgeworfen, nur Eingriffe in der Landwirtschaft vorzunehmen, die Flächenversiegelung durch Gewerbegebiete oder Straßen- und Wohnungsbau und auch den Flugverkehr aber außer Acht zu lassen.  Olbrich-Krakowitzer:  "Die Regelungen für Volksbegehren sind sehr restriktiv. Es darf wegen des sog. Kopplungsverbotes nicht Beliebiges berücksichtigt werden und es darf nicht in den Staatshaushalt eingegriffen werden."  Das Volksbegehren könne in diesem Fall ausschließlich Änderungen im Naturschutzgesetz fordern und auch nur Zielvorgaben formulieren. Es sei daher absolut unfair, dies den Initiatoren anzulasten. Sofern der Bauernverband die Regelungen zum Volksbegehren nicht kenne, sollten sich die Verantwortlichen informieren, bevor sie mit falschen Anschuldigungen aufwarteten.  Gerade der angesprochene Flächenverbrauch sei selbstverständlich ein Problem. Deshalb habe es im vergangenen Jahr zur Begrenzung des Flächenverbrauchs auch ein Volksbegehren gegeben, das viele Unterstützer des Artenschutz-Volksbegehrens selbstverständlich auch unterstützt haben. Der Bauernverband habe hier als Unterstützer leider gefehlt.  Dieses Volksbegehren wurde vom Bayer. Innenministerium jedoch nicht zugelassen.
 
Die hervorgehobene Aktion von Landwirten, gegen Spende Blühflächen anzulegen sei zwar gut gemeint, man müsse jedoch aufpassen, dass dies nicht schlecht gemacht würde. So seien laut Fachleuten wie dem Biologen und Botaniker, Dr. Andreas Fleischmann, derartige Blühflächen insbesondere dann sinnvoll, wenn es sich um mehrjährige Ansaaten als Blühwiese handle. Wer im Frühjahr säe aber im Herbst unterpflüge, schaffe für viele Insekten keine Verbesserung, da diese in abgeblühten Stengeln oder im Boden überwinterten. Wenn ein Blühstreifen angelegt werde sei es zudem ein Problem, wenn das Saatgut der Ackerkultur mit einem Neonicotinoid gebeizt wurde  oder mit Pestiziden behandelt werde, denn dann könnten die Insektengifte durch Auswaschungen im Boden in die Pflanzen der Blühstreifen wandern, sammelten sich in den Pollen an und würden zur tödlichen Falle für Insekten. Sie schadeten Blütenbesuchern  dann mehr, als sie nutzten. 80 % aller Greening-Maßnahmen seien  deshalb leider wirkungslos für Biodiversität.   "Ich appelliere daher eindringlich, dass sich Landwirte, die derartige Projekte ins Leben rufen, genau informieren und zudem nur heimische Blühpflanzen ansäen", so Olbrich-Krakowitzer.
 
 
Gabi Olbrich-Krakowitzer
Sprecherin des Aktionskreises A-Land-Süd
des Volksbegehrens Artenvielfalt -"Rettet die Bienen!"


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