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Kritik an massiver AVV-Tariferhöhung

Landkreis-ÖDP übt deutliche Kritik an massiver AVV-Tariferhöhung

Mit deutlicher Kritik reagiert die Kreis-ÖDP auf die Ankündigung einer erneuten massiven Tariferhöhung im AVV.  Wir haben allein bis Januar fast 12 % der Abo-Kunden verloren.  Noch im Sommer vergangenen Jahres wurde auf Anfrage der ÖDP hin versichert, dass es nur wenige Abo-Kündigungen gäbe.  "Daher  dürfte das bei weitem nicht die absolute Zahl der Abo-Kündigungen bis heute sein, denn der verstärkte Einsatz von Homeoffice begann erst zum Anfang diesen Jahres. Für die ÖDP sei nicht nachvollziehbar, warum der AVV nicht endlich auf das veränderte Mobilitätsverhalten durch die geänderte Arbeitssituation vieler Menschen reagiere. Während andere Kommunen diesem längst durch ein geändertes Angebot Rechnung getragen haben, falle dem AVV nichts anderes ein als die Situation zu beobachten. 

Bereits am 01. März habe die ÖDP einen Antrag eingebracht, dass der AVV ein flexibles Ticket entwickeln möge, damit Abo-Kunden, die nun nur noch teilweise an den Arbeitsplatz fahren müssen, dies weiterhin zu einem akzeptablen Preis mit dem AVV tun könnten.  Als Beispiel wurde ein Abo für eine frei wählbare Zahl von Fahrten im Monat von Montag - Freitag angeführt, wobei das Abo an Wochenenden grundsätzlich gültig sein sollte. Der Preis richte sich dann nach der Anzahl der gebuchten Fahrten.  Wer also nur noch an zwei statt vier Wochen an den Arbeitsplatz fahren müsse, zahle auch nur noch den halben Abo-Preis und müsse sich nicht auf feste Wochentage festlegen. Einzelfahrscheine oder Streifenkarten, wie von Frau Kisabaka angeführt,  seien hier in der Regel überhaupt keine Option,  weil viel zu teuer. "Es stellt sich die Frage warum bei uns nicht geht, was in anderen Kommunen offensichtlich möglich ist, nämlich kurzfristig ein neues Angebot zu schaffen", so die ÖDP-Politikerin. "Wir müssen schnell handeln, weil wir sonst noch mehr Abo-Kunden dauerhaft verlieren werden".  Stattdessen schaue der AVV mehr oder minder tatenlos zu wie Abo-Kunden wegbrechen und erhöhe auch noch die Preise.  

 

Es werde Zeit dass die Politik klar Farbe bekenne. Wer mit dem ÖPNV eine Alternative zum eigenen PKW bieten wolle, der müsse die Konditionen attraktiv gestalten.  In der vergangenen Kreistagsperiode wurden von der damaligen Fraktion der ÖDP/FDP beantragt zu prüfen, ob eigene Kreisverkehrsbetrieb gegründet werden könnten.  Dies würde wesentlich flexiblere Entscheidungen ermöglichen, die die Kosten evtl. auch senken könnten.  Olbrich-Krakowitzer: "Wir geben als Landkreis nun fast 10 Mio dafür aus, dass auf dem Lechfeld noch mehr LKW-Verkehr stattfinden kann, dann muss auch für den ÖPNV genügend Geld da sein."  Mit der Tarifreform wurden seinerzeit Bartarifkunden vergrault, was von den Befürwortern (die ÖDP hatte gegen die Tarifreform gestimmt)  in Kauf genommen wurde weil Abo-Kunden das Wichtigere seien. Aber genau dieser Kundenstamm ginge nun verloren und hinterlasse finanzielle Lücken. Ein Gegensteuern müsse daher umgehend erfolgen und dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden.

 

Mit der Bitte um Veröffentlichung und

mit freundlichen Grüßen

 

Gabi Olbrich-Krakowitzer

Kreisvorsitzende und Kreisrätin